Folgender Artikel erklärt, wie du Gebühren minimierst, Einsatzlimits maximierst, Zeit für Quotenvergleiche einsparst und alle Wettanbieter mit nur einem Benutzerkonto verwenden kannst. Kurz gesagt: platziere deine Wetten nicht direkt über Buchmacher, sondern stattdessen über Wettbroker.

Warum sollte ich über einen Broker wetten?

Der klassische Weg des Wettens, also eine direkte Anmeldung und Wettabgabe über Buchmacher (bet365, bwin, Tipico, etc.) bringt folgende drei Hindernisse mit sich:

  1. Wettsteuer über 5% für deutsche Kunden
  2. Hoher Aufwand für Kontenmanagement und Quotenvergleich
  3. Limitierungen für erfolgreiche Kunden

Ein Wettbroker (z.B. *Sportmarket oder *AsianConnect) bietet Lösungen für alle drei Problemfelder.

Wie funktioniert das?

Der Wettbroker fungiert als Vermittler und gibt im Auftrag seiner Kunden Wetten ab. Du darfst dir hier nicht den klassischen Versicherungsmakler vorstellen 👨‍💼 Der ganze Prozess läuft komplett über eine Online-Plattform ab.

Da der Broker diverse Buchmacher in seinem Portfolio gelistet hat, kannst du immer auf denjenigen mit der höchsten Quote für deine Wettauswahl zugreifen. Bei *Sportmarket stehen dir z.B. Pinnacle, SBO, Matchbook, Betfair, Betdaq, ISN, 18Bet, 3et u.a. zur Auswahl.

Beispiel:
Auf ein Unentschieden beim Spiel Borussia Dortmund gegen FC Bayern München ist die Quote bei SBOBET am höchsten – du verwendest also diesen Buchmacher. Für <2,5 Tore beim Spiel 1.FC Köln gegen FC Schalke 04 ist die Quote bei Pinnacle am höchsten – somit verwendest du diesen Buchmacher. Und das alles über einen einzigen Account bei deinem Wettbroker.

Dies war die Kurzfassung 😉 In folgendem Abschnitt erfährst du im Detail, warum du beim direkten Wetten über Buchmacher unnötig Geld verschenkst und wie die o.g. Probleme über ein Konto bei einem Wettbroker gelöst werden.

Problem Nr. 1: Wettsteuer über 5% für deutsche Kunden

Seit 01.07.2012 fällt in Deutschland auf jede getätigte Wette eine Steuer in Höhe 5% an. Die Wettsteuer muss von den Buchmachern an das Finanzamt abgeführt werden. Steuerpflichtig ist somit der Buchmacher und nicht die Kunden.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass uns dies als Sportwetter nicht betrifft. Da die Buchmacher nicht auf 5% Marge verzichten wollen bzw. können, ergeben sich für die Anbieter folgende drei Optionen:

  1. Direkte Weitergabe der Wettsteuer an die Kunden = Abzug bei Einsätzen / Gewinnen
  2. Indirekte Weitergabe der Wettsteuer an die Kunden = Verringerung des Quotenschlüssels
  3. Rückzug aus dem deutschen Markt

Vorsicht: einige Buchmacher werben damit, die Wettsteuer nicht an ihre Kunden weiterzugeben. Dies bedeutet jedoch nur, dass die 5% nicht direkt – und transparent – abgezogen werden, sondern vorab schon die angebotenen Quoten entsprechend nach unten korrigiert werden (= indirekte Weitergabe der Wettsteuer an die Kunden). Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, müssen wir somit immer die Nettoquotenschlüssel (= Bruttoquotenschlüssel abzüglich der Wettsteuer) einander gegenüber stellen.

Beispiel: Was ist besser? Buchmacher A, der damit wirbt keine Wettsteuer abzuziehen, jedoch einen Quotenschlüssel von 91% hat oder Buchmacher B, der transparent mit seinen Kunden umgeht und von seinem hohen Quotenschlüssel über 97% die Wettsteuer an die Kunden weitergibt?

Buchmacher A: Nettoquotenschlüssel = 91%
Buchmacher B: Nettoquotenschlüssel = 92% (97% – 5%)

Fazit: Ein Abzug von 5% ist im Bereich der Sportwetten langfristig betrachtet ein enormer Wettbewerbsnachteil für Anbieter und Kunden. Mit Einführung der Wettsteuer in Deutschland haben daher leider zahlreiche hochklassige Wettanbieter mit kundenorientiertem Geschäftsmodell Option 3 gewählt und sich aus dem deutschen Markt verabschiedet, u.a. Pinnacle, der Buchmacher mit den oftmals höchsten Quotenschlüsseln im gesamten Markt.

Wie löst ein Wettbroker Problem Nr. 1 ?

Wie im vorigen Abschnitt erläutert, ist immer der Buchmacher und nicht der Kunde wettsteuerpflichtig. Für die Berechnung der Wettsteuer ist jedoch entscheidend, in welchem Land derjenige, welcher die Wette abgibt, seinen Sitz hat. In unserem Fall ist dies somit der Wettbroker, der als Vermittler zwischen dir und dem Buchmacher agiert.

Als Endkunde hast du keinen direkten Kontakt zu den Buchmachern – einzig und allein der Wettbroker (mit Sitz im Ausland). Die Wettsteuer über 5% ist somit weder für dich noch den Wettbroker fällig.

Problem Nr. 2: Hoher Aufwand für Kontenmanagement und Quotenvergleich

Die Spanne des Quotenschlüssels liegt je nach Volumen des Wettmarkts sowie Buchmachers zwischen 90% und 98%. Wir können also schon alleine durch die richtige Auswahl des Wettanbieters entscheidend auf unser langfristiges Ergebnis Einfluss nehmen.

Wie im ersten Abschnitt beschrieben, haben sich leider die Buchmacher mit den höchsten Quotenschlüsseln aus dem deutschen Markt zurückgezogen – die verbliebenen Anbieter müssen die 5% Wettsteuer direkt oder indirekt an die Kunden weitergeben.

Umso wichtiger daher, dass für jede Wette, die du abgibst, die jeweils höchste Quote des Marktes in Anspruch genommen wird.

Um dies bewerkstelligen zu können, benötigst du im klassischen Fall zum einen mehrere Wettkonten bei verschiedenen Buchmachern und zum anderen einen zuverlässigen Quotenvergleichsdienst (z.B. OddsPortal). So kannst du sicherstellen, dass du zum Abgabezeitpunkt der Wette immer auf die jeweils höchste Quote der in Deutschland verfügbaren Buchmacher zugreifst. Nachteil dieser manuellen Methode ist der hohe Aufwand für das Anlegen und Pflegen der diversen Wettkonten. Weiterhin musst du ständig zwischen mehreren Browsertabs oder Apps hin- und her wechseln.

Wie löst ein Wettbroker Problem Nr. 2 ?

Wettbroker arbeiten mit zahlreichen Buchmachern und Wettbörsen, u.a. Pinnacle und Betfair, zusammen, welche dem Kunden offen angezeigt werden. Ohne bei jedem einzelnen Buchmacher selbst angemeldet sein zu müssen, kann über ein einziges Konto bei einem Wettbroker auf das gesamte Portfolio zugegriffen werden (siehe auch Beispiel im ersten Abschnitt). Aus dieser großen Auswahl erhältst du somit bei jeder Wette die jeweils höchste Quote des Marktes zum Zeitpunkt der Wettabgabe.

Sämtliche Quoten sind „real time odds“. Dies erfolgt über eine direkte Schnittstelle (API) zu den Buchmachern. Die angezeigten Quoten (=Nettoquoten / es erfolgen keine weiteren Abzüge mehr) können direkt und ohne zeitlichen Verzug verwendet werden. Du kannst dir somit die Arbeit des aufwendigen Quotenvergleichs sparen, da dieser auf der Plattform integriert ist und du direkt auf die höchste Quote der zahlreichen im Portfolio des Brokers enthaltenen Buchmacher wetten kannst.

Allein dadurch sparst du dir langfristig wertvolle Prozente – und somit eine Menge Geld. Gleichzeitig minimierst du den Verwaltungsaufwand für dein Kontenmanagement (Anmeldung, Verifizierung, Einzahlung etc.) erheblich, da du über den Broker Zugriff auf mehrere Buchmacher erhältst.

Problem Nr. 3: Limitierungen für erfolgreiche Kunden

Neben allgemeinen Limits, wie der Festlegung eines Maximaleinsatzes, können Buchmacher gemäß ihren AGB’s auch kundenindividuelle Limitierungen aussprechen. 

Wenn du über Monate hinweg sehr erfolgreich Rendite erwirtschaftest und folglich auch deine Umsätze erhöhst, wird dein Einsatzlimit je Wette in deinem Account sehr schnell begrenzt werden. Dies kann der Buchmacher von einem auf den anderen Tag und ohne jegliche Vorwarnung umsetzen. Anfangs kann es auch sein, dass du ausschließlich ein Limit für die Märkte erhältst, in denen du stark bist. Wenn du beispielsweise über ein paar Monate hinweg in der 2. Bundesliga konstant Gewinne erwirtschaftest, erhältst du nur für diesen Markt ein Limit. In anderen Märkten, z.B. der Englischen Premier League, in denen du in der Vergangenheit schwach warst, lässt dich der Buchmacher ohne Begrenzung weiter wetten und fleißig das Geld abliefern. Das Motto der meisten Buchmacher ist leider „Losers welcome, winners not wanted.“ Ausnahme ist hier wieder Pinnacle, die ein gewinnerfreundliches Geschäftsmodell verfolgen – wie bereits erwähnt, kann man als deutscher Kunde hier jedoch nicht mehr direkt wetten, sondern nur über die Dienste eines Wettbrokers.

Auch wenn Limitierungen aktuell noch nicht für jeden Leser ein Problem darstellen – wenn du zum Sportwetten-Nerd mutierst und das Thema professionell angehen möchtest, wirst du früher oder später an diesen Punkt kommen. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass du erfolgreich und auf dem richtigen Weg bist 🤴

Wie löst ein Wettbroker Problem Nr. 3 ?

Da du bei den Buchmachern überhaupt kein Konto eröffnest, sondern die Abgabe der Wetten indirekt über den Broker erfolgt, können gegen dich auch keine Limitierungen ausgesprochen werden.

Auch das Problem genereller Einsatzlimits wird gelöst, indem der Wettbroker deinen Gesamteinsatz einfach auf verschiedene Buchmacher verteilt. Dir werden im Wettabgabemenü des Brokers immer alle zur Verfügung stehenden Beträge zu den jeweiligen Quoten angezeigt.

Beispiel:
Pinnacle Sports / Quote 3,20 / 890 €
SBO Bet / Quote 3,18 / 2.452 €
Singbet / Quote 3,17 / 657 €

Wenn du nun 1.000 € wetten möchtest, erhältst du eine Mischquote (890 € zu 3,20 sowie 110 € zu 3,18). Die entstehende Gesamtquote wird dir automatisch angezeigt und vor Wettabgabe ist immer deine Bestätigung erforderlich. Es erfolgt somit nichts im Alleingang, sondern immer mit voller Transparenz.

Fazit

Auch wenn du (noch) nicht mit Limits zu kämpfen hast, macht es trotzdem Sinn, sich die kostenfreien Dienste eines Brokers zu sichern. Du kannst dir die Arbeit des aufwendigen Quotenvergleichs sowie Kontenmanagements sparen und hast Zugriff auf die besten Anbieter wie z.B. Pinnacle oder die Wettbörse Betfair, welche ihren Service seit mehreren Jahren vom deutschen Markt genommen haben.

Quellen + Links

– Wettbroker: *Sportmarket
– Wettbroker: *AsianConnect

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